Interreligiöse Feierstunde aller Jahrgangsstufen im Dompfarrzentrum

Nach dem Festakt am 07. Oktober 2016 und dem gelungenen Schulfest am 08. Oktober 2016, fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einer Aktionswoche, in der ein Wandertag, ein Sporttag und ein Kinotag stattfanden, ihren Abschluss.

Eine interreligiöse Feierstunde mit den Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen aus Primar- und Sekundarstufe, den Lehrkräften, Elternvertretern und sowohl christlichen als auch einem muslimischen Geistlichen fand am 14.Oktober 2016 statt.

Stadtpfarrer Stefan Buß hatte die Schulgemeinde in das Dompfarrzentrum eingeladen, da die Domschule, wie wir sie heute kennen, auf einen Schulbau zurückgeht, der hier einmal stand. Stadtpfarrer Buß begrüßte Pfarrer Dr. Heinz-Georg Henning von der Christuskirche und Mazen Lababidi, den Imam der al Andalus Moschee in Fulda.

Die Feierstunde stand unter dem Thema "Weg" und war mit Schülerinnen und Schülern unter der organisatorischen Leitung von Gudrun Reinmöller, Janina Miosga und Nicole Arlinghaus vorbereitet worden. Der Kurzfilm "Der Weg" von Miroslaw Kijowivcz führte in das Thema ein. Reflexionen über die Bedeutung des Weges als Lebensweg, Umweg, Irrweg, Sackgasse oder Scheideweg schlossen sich an.

Die Ansprachen der drei Religionsvertreter unterstrichen die Thematik mit den Verweisen auf Wege, die hinter uns liegen, die wir gemeinsam gehen, die noch vor uns liegen, auf eventuelle Stolpersteine und Hindernisse und klare sowie unklare Ziele.

Schülergruppen trugen selbst verfasste, kurze Spielszenen vor, in denen es um Erfahrungen und Vorstellungen der Jugendlichen zu ihrem Lebensweg ging.

Am Schluss der interreligiösen Feierstunde erhielten alle Schülerinen und Schüler Fußabdrücke aus Papier, auf die sie ihre Wünsche für die Zukunft notieren sollten und die anschließend im Treppenhaus der Domschule auf eine Pinnwand geheftet wurden.

Zusammen mit einer der Organisatorinnen, Frau Miosga, freuten sich alle Teilnehmer und Gäste, dass es möglich war, diese Feierstunde mit der ganzen Schulgemeinde zu verbringen, in der Menschen mit ganz unterschiedlichem sprachlichen, religiösen und kulturellen Hintergrund zu finden sind.

"Wir sind trotz aller Unterschiede auf einem gemeinsamen Lebensweg. Wichtig ist, dass wir diesen Weg mit Respekt und Verständnis für Menschen gehen, die anders sind als wir."

Die Botschaft der Schulgemeinde ist: Wir sollten niemals aufhören, aufeinander zuzugehen und das Gespräch zu suchen, mit Neugier und Wertschätzung. Wir alle können voneinander lernen und uns so auf einen spannenden gemeinsamen Weg machen, der vor uns liegt.

Der an der Domschule Fulda gelebte interkulturelle und inklusive Gedanke wurde auch in dieser interreligiösen Feier zum 100jährigen Schuljubiläum lebendig zum Ausdruck gebracht.

H.F., 14.10.2016

Anerkennung als Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Durch ein Schreiben der Bundeskoordination des Projekts "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" vom 12. Mai 2017 erhielten wir die Anerkennung für das, was wir eigentlich seit vielen Jahren praktizieren - eine Schule ohne Ausgrenzung, ohne Rassismus, mit Respekt voreinander und mit Courage zu sein.

Nahezu alle Schulmitglieder (SchülerInnen, LehrerInnen, Verwaltungsangestellte, Pädagogische Mitarbeiter, Arbeitscoaches, BerufeinstiegsbegleiterInnen usw.) haben durch Ihre Unterschrift bekundet, dass sie sich dafür einsetzten, es zu einer zentralen Aufgabe unserer Schule zu machen, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierung, insbesondere Rassismus und Ausgrenzung zu überwinden. Ebenso haben alle UnterzeichnerInnen versprochen, sich dafür einzusetzen, dass sie aktiv gegen jegliche Form von Diskriminierung, Mobbing, Gewalt und insbesondere gegen Rassismus vorgehen werden.

Diese Auszeichnung freut uns ganz besonders, da sich in unserer Schule jeden Tag SchülerInnen aus 36 Nationen mit unterschiedlichsten kulturellen Wurzeln, Herkunft, Hautfarbe, Religion und Sprachen treffen.

Als Schuleiter werde ich nicht müde zu betonen, dass diese Vielfalt in der Regel respektvoll, und friedlich miteinander umgeht.

Das SV-Team um unsere Schulsprecherin Linda Gellert hat das Projekt auf den Weg gebracht. Unsere Projektpatin, die ehemalige Kollegin Eliska Handzel, hat das Projekt begleitet.

H.F., 31.05.2017

 

 

Frau Handzel überreicht die Anerkennung

Im Rahmen der Entlassfeier für die SchülerInnen der Jahrgangsstufen 9 und 10 überreicht die Projektpatin Eliska Handzel der Schulsprecherin Linda Gellert im Namen der Bundes- und Landeskoordination offiziell die Anerkennung als Projektschule.

Come as you are

Malte Anders "Homologie"

"Come as you are" war das Motto des 2. Hessischen Landestreffens von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", zu der die Bildungsstätte Anne Frank nach Frankfurt in das Haus am Dom eingeladen hatte.

Dort trafen sich am 15.09.2017 Jugendliche, Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Schulleiter und Interessierte, um sich über das Veranstaltungsthema "Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt macht Schule" auszutauschen. Die Grundsatzfrage war: Nicht alle Jungs wollen Mädchen knutschen und nicht alle Mädchen Jungs. Und dann gibt´s noch Leute, die sich gar nicht so eindeutig einem Geschlecht zuordnen wollen. Ganz normal?

Unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Rahmen des Bundesprogrammes "Demokratie leben" näherte man sich in 9 Workshops diesem heiklen Thema aus verschiedensten Richtungen.

Der Comedian Malte Anders stimmte die Teilnehmer mit seiner 50-minütigen Kabarettshow "Homologie" lustig, unterhaltsam und konfrontativ auf das Thema ein. Er forderte dazu auf, Toleranz, Respekt und Verständnis gegenüber sexueller Vielfalt aufzubauen und zu stärken, Ausgrenzung, Diskriminierung und Mobbing entgegenzuwirken, sich mit den eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen und Jugendliche in ihrer Identitätsentwicklung zu unterstützen und zu stärken.

Der Spruch der Coquille Indianer, die in ihrem Stamm alle Mitglieder mit größtem Respekt behandelten, ist auch sein Motto: Nur durch Respekt werden wir eine starke Gemeinschaft.

Auch bei uns an der Domschule werden wir die Verantwortung, eine Schule ohne Rassismus zu sein, in unser Schulprogramm aufnehmen und nachhaltig weiterentwickeln.